Kissen

gut gebettet - Sattelkissen

Es gibt viele verschiedene Arten von Sattelkissen.

Da wäre zum einen das Keilkissen und zum anderen das Bananenkissen (oder auch normales Sattelkissen genannt).

 

Keilkissen sind eher für gerade und normal lange bis lange Sattellagen geeignet, da sie den Sattel verlängern und häufig den Längsschwung des Sattels ziemlich gerade machen. Man erkennt sie eigentlich immer an der Naht am Sattelkissen.

 

Bananenkissen sind besonders für kurze und geschwungene Pferde geeignet, da sie dem Schwung des Sattelbaums folgen und dementsprechend geschwungener sind. Dadurch, dass das Kissen nicht nach hinten hinaussteht (wie das Keilkissen) ist ein Bananenkissensattel bei gleicher Sitzgröße immer kürzer als ein Sattel mit Keilkissen.

Bananenkissen erkennt man meist daran, dass sie am Sattelkissen KEINE Naht haben.

Die Sattelkissen an sich werden unterschiedlich am Sattel befestigt:

französisches Kissen:

Das französische Kissen ist nur vorne und hinten an den Sattel "angepinnt". Meist zu erkennen an den "Knöpfen". Es hat den Vorteil, dass es sich dem Pferd in der Biegung besser anpassen kann.

(Auf dem Bild: französische Bananenkissen)

normales Sattelkissen:

Es ist über die ganze Länge außen mit dem Sattel vernäht. Neben dem französischen Kissen ist dies die am meisten verbreitete Form der Sattelkissenbefestigung.

(Auf dem Bild: normale Keilkissen)

geteiltes Sattelkissen:

Dies ist eine Mischung aus normalem Sattelkissen und französischem Kissen. Meist ist das Kissen vorne fest mit dem Sattel vernäht und hinten nur noch "angepinnt".

Bei diesen Arten der Kissenbefestigung kann es sich um Keil- aber auch Bananenkissen handeln. Einige Hersteller verwenden für Bananenkissen den Ausdruck französische Kissen, der aber nicht ganz korrekt ist, da dies ja nur die Art der Kissenbefestigung am Sattel beschreibt.

Leider ist es im Moment Mode, Sättel mit riesigen Keilkissen herzustellen. Die meisten Dressursättel haben einen sehr tiefen Sitz. Damit der Sattel dann nicht kippelt, macht man solche Kissen daran. Über Sinn und Unsinn kann man sich streiten. Den allermeisten Pferden passen solche Sättel nicht. Leider vermarkten viele internationale Reiter inzwischen Sättel (Isabell Werth, Anky van Grunsven). Viele unwissende Reiter wollen dann genau den Sattel, in dem Reiter XY auch reitet. Ob der Sattel auch auf das Pferd passt, ist zweitrangig.

 

Es ist daher schwierig geworden, Sättel mit Bananenkissen zu finden, die bezahlbar sind.

Hier eine Liste der momentan erhältlichen Sättel mit Bananenkissen.

Im Bereich der Schulterpartie gibt es ebenfalls unterschiedliche Formen von Kissen. Es gibt normale Kissen und halbe Kissen.

Die halben Kissen sind besonders bei Pferden mit kleinen Fettdepots in diesem Bereich geeignet, da diese in der Bewegung leichter unter dem Polster durchschwingen können. Aber auch auf sehr rundrippigen Pferden sitzt man mit diesen Kissen etwas näher am Pferd.

Die normalen Kissen sind eher für oval gebaute Pferde geeignet, da sie eine gute seitliche Stabilität geben.

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